Wie berechnet Google den Sterne-Durchschnitt?
Der angezeigte Wert entspricht im Grundsatz dem arithmetischen Mittel aller sichtbaren Sternebewertungen und wird auf eine Nachkommastelle gerundet angezeigt. Google veröffentlicht keine vollständige Berechnungsformel; der Rechner geht deshalb vom einfachen Durchschnitt aus.
Die Formel lautet: Summe aller Sterne ÷ Anzahl der Bewertungen. Fällt eine Bewertung weg, wird ihr Sternwert von der Summe abgezogen und die Anzahl um eins reduziert. Weil Google nur den gerundeten Durchschnitt zeigt (z. B. 4,2), kann der tatsächliche Wert zwischen 4,15 und 4,25 liegen. Bei kleinen Profilen macht diese Unschärfe einen spürbaren Unterschied.
Rechenbeispiel: Ein Profil zeigt 4,1 Sterne bei 120 Bewertungen. Die Sternesumme beträgt rund 4,1 × 120 = 492. Fallen drei Ein-Stern-Bewertungen weg, bleiben 492 − 3 = 489 Sterne aus 117 Bewertungen. Der neue Schnitt liegt bei 489 ÷ 117 ≈ 4,18 und würde gerundet als 4,2 angezeigt. Weil der Ausgangswert bereits gerundet war, kann das tatsächliche Ergebnis leicht abweichen.
Google Sterne berechnen: Schritt für Schritt
Um den Bewertungsschnitt selbst zu berechnen, brauchen Sie nur zwei Werte aus Ihrem Unternehmensprofil: den angezeigten Durchschnitt und die Anzahl Bewertungen. Daraus ergibt sich die ungefähre Sternesumme, mit der sich jede Veränderung durchrechnen lässt.
- Durchschnitt und Anzahl im Google-Unternehmensprofil ablesen, z. B. 4,2 Sterne bei 85 Bewertungen.
- Sternesumme berechnen: Durchschnitt × Anzahl, hier 4,2 × 85 = 357.
- Veränderung einrechnen: neue Bewertungen addieren (Sternwert zur Summe, Anzahl + 1) oder wegfallende abziehen.
- Neue Summe durch neue Anzahl teilen und auf eine Nachkommastelle runden, um die mögliche Anzeige abzuschätzen.
Wer den Bewertungsschnitt genauer berechnen will, kann die Bewertungen im Profil nach Sternwert auszählen. Bei grösseren Profilen ist das aufwendig; für eine Einschätzung genügt meist die Näherung über den angezeigten Wert.
Warum wirkt eine 1-Stern-Bewertung bei wenigen Bewertungen so stark?
Jede Bewertung zählt im Durchschnitt gleich viel. Bei zehn Bewertungen macht eine einzelne also zehn Prozent des Werts aus, bei 200 Bewertungen nur ein halbes Prozent. Kleine Profile reagieren deshalb deutlich stärker auf einzelne Ausreisser.
Beispiel: Ein Betrieb mit 4,6 Sternen aus 10 Bewertungen erhält eine Ein-Stern-Bewertung. Der Schnitt sinkt rechnerisch auf (46 + 1) ÷ 11 ≈ 4,27, angezeigt als 4,3. Bei 200 Bewertungen mit 4,6 Sternen bewirkt dieselbe Bewertung nur einen Rückgang auf ≈ 4,58, angezeigt weiterhin als 4,6.
Für neu eröffnete Praxen, Restaurants oder Handwerksbetriebe ist eine einzelne ungerechtfertigte Bewertung deshalb besonders spürbar. Ob sie angreifbar ist, hängt aber nicht vom Effekt ab. Was bei einer textlosen Bewertung gilt, erklärt der Beitrag zur 1-Stern-Bewertung ohne Text.
Google Durchschnitt berechnen: Beispiele
| Ausgangslage | Wegfall | Neuer Schnitt | Einordnung |
|---|---|---|---|
| 4,2 Sterne · 85 Bewertungen | 3 × 1 Stern | ≈ 4,32 | Wenige Bewertungen am unteren Ende bewegen kleine Profile deutlich. |
| 4,6 Sterne · 400 Bewertungen | 3 × 1 Stern | ≈ 4,63 | Bei grossen Profilen ist der rechnerische Effekt einzelner Bewertungen gering. |
| 3,9 Sterne · 24 Bewertungen | 2 × 1 Stern | ≈ 4,16 | Kleine Profile reagieren stark – in beide Richtungen. |
Wie viele 5-Sterne-Bewertungen braucht es für einen besseren Schnitt?
Die benötigte Zahl ergibt sich aus (Ziel × Anzahl − Summe) ÷ (5 − Ziel). Je näher das Ziel an 5,0 liegt, desto mehr neue Bestbewertungen braucht es; 5,0 selbst ist nur ohne tiefere Bewertungen erreichbar.
Beispiel: Ein Profil mit 4,2 Sternen aus 85 Bewertungen hat eine Summe von rund 357 Sternen. Für einen Schnitt von 4,5 braucht es rechnerisch (4,5 × 85 − 357) ÷ 0,5 = 51 zusätzliche 5-Sterne-Bewertungen. Echte, eigenständige Bewertungen zufriedener Kundschaft sind dafür der einzige nachhaltige Weg. Gekaufte, gefälschte oder durch Gegenleistungen beeinflusste Bewertungen verstossen gegen die [Google-Richtlinien für Rezensionen](/google-richtlinien-bewertungen/) und können das Profil gefährden.
| Ausgangslage | Ziel Ø 4,0 | Ziel Ø 4,3 | Ziel Ø 4,5 | Ziel Ø 4,7 |
|---|---|---|---|---|
| 3,8 Sterne · 20 Bewertungen | 4 | 15 | 28 | 61 |
| 3,8 Sterne · 50 Bewertungen | 10 | 36 | 70 | 151 |
| 4,0 Sterne · 50 Bewertungen | – | 22 | 50 | 117 |
| 4,2 Sterne · 100 Bewertungen | – | 15 | 60 | 167 |
| 4,2 Sterne · 300 Bewertungen | – | 43 | 180 | 501 |
„–“ bedeutet: Das Ziel ist bereits erreicht. Die Werte gehen vom exakten Ausgangsschnitt aus; bei einer gerundeten Anzeige kann die tatsächlich benötigte Zahl etwas abweichen.
Wie kommt man auf faire Weise zu mehr echten Bewertungen?
Der zulässige Weg ist, zufriedene Kundschaft unkompliziert um eine ehrliche Bewertung zu bitten. Google untersagt Gegenleistungen für Bewertungen sowie das gezielte Einholen nur positiver Rezensionen.
- Nach einem abgeschlossenen Auftrag oder Termin freundlich auf das Unternehmensprofil hinweisen, etwa mit einem Kurzlink oder QR-Code.
- Alle Kundinnen und Kunden gleich ansprechen, nicht nur jene, von denen man eine gute Bewertung erwartet.
- Keine Rabatte, Gutscheine, Wettbewerbe oder andere Vorteile für eine Bewertung anbieten.
- Keine Bewertungen von Mitarbeitenden, Familienangehörigen oder befreundeten Betrieben veranlassen.
- Auf bestehende Kritik sachlich antworten; Hinweise dazu im Ratgeber auf eine Google-Bewertung antworten.
Bewertungsanwalt bietet keine positiven Bewertungen an und unterstützt keine Manipulation von Profilen. Der Fokus liegt ausschliesslich auf der Prüfung problematischer Inhalte.
Was der Rechner nicht beantwortet
Ob eine konkrete Bewertung entfernt werden kann, hängt nicht von ihrem Effekt auf den Durchschnitt ab, sondern von Inhalt und Sachverhalt. Sachliche Kritik echter Kundinnen und Kunden bleibt zulässig, auch wenn sie den Schnitt drückt. In Betracht kommt eine Entfernung insbesondere bei Verstössen gegen Google-Richtlinien oder bei einer rechtlichen Grundlage, etwa einer unwahren Tatsachenbehauptung oder einer Bewertung ohne Kundenkontakt.
Eine schlechte Sternezahl allein ist kein Löschgrund; warum das so ist, erklärt der Beitrag negative Google-Bewertung löschen. Wer eine konkrete Bewertung prüfen lassen will, findet die veröffentlichte Staffel unter Kosten einer Bewertungsentfernung: CHF 399 für eine Bewertung, CHF 349 je Bewertung bei 2–4, CHF 299 bei 5–9 und CHF 249 ab 10 Bewertungen, jeweils nur für erfolgreich entfernte Bewertungen gemäss Angebot und AGB.
Für eine erste Orientierung zu einer konkreten Bewertung nutzen Sie die kostenlose Vorprüfung. Einen Überblick über Voraussetzungen und Ablauf bietet der Ratgeber Google-Bewertung löschen in der Schweiz.
Häufige Fragen zum Bewertungsrechner
+Ist der Rechner genau?
Er rechnet exakt mit Ihren Eingaben. Weil Google den Durchschnitt gerundet anzeigt, ist der Ausgangswert aber eine Näherung. Das Ergebnis kann deshalb um wenige Hundertstel vom späteren Profilwert abweichen.
+Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig in Ihrem Browser; es werden keine Eingaben an Bewertungsanwalt übermittelt.
+Bedeutet ein grosser Effekt, dass sich eine Entfernung lohnt?
Nein. Der Effekt auf den Durchschnitt sagt nichts über die Zulässigkeit einer Bewertung aus. Entscheidend sind Wortlaut, Kontext und Sachverhalt.
+Wie berechne ich den Google-Durchschnitt ohne Rechner?
Multiplizieren Sie den angezeigten Durchschnitt mit der Anzahl Bewertungen, verrechnen Sie die neuen oder wegfallenden Sterne und teilen Sie die Summe durch die neue Anzahl. Das Ergebnis auf eine Nachkommastelle gerundet entspricht ungefähr der Anzeige.
+Warum ändert sich der angezeigte Schnitt nach einer neuen Bewertung manchmal nicht?
Weil Google gerundet anzeigt. Bei vielen Bewertungen verschiebt eine einzelne den exakten Wert oft nur um Hundertstel, die in der gerundeten Anzeige nicht sichtbar werden.
+Darf ich Kundschaft für eine Bewertung belohnen?
Nein. Die Google-Richtlinien untersagen Gegenleistungen für Rezensionen. Zulässig ist, alle Kundinnen und Kunden ohne Vorteil um eine ehrliche Bewertung zu bitten.
