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Branchen

Google-Bewertung für ein Hotel in der Schweiz

Eine Google Bewertung für ein Hotel in der Schweiz bezieht sich selten nur auf das Zimmer. Gäste bewerten Spa, Restaurant, Parkplatz, Lage und Personal zusammen – und oft schreibt nicht die Person, die gebucht hat, sondern eine Begleitperson. Hinzu kommt, dass Hotels auf mehreren Plattformen bewertet werden, die unterschiedliche Regeln haben.

Konrad Weber, IT-Berater für Online-Reputation · aktualisiert am · allgemeine Information, keine Rechtsberatung

Fachlich geprüft von einem in Deutschland zugelassenen Rechtsanwalt aus unserem Anwaltsnetzwerk. Alle Angaben ohne Gewähr.

Inhaltsverzeichnis

Aufenthaltskontakt: Wer darf ein Hotel bewerten?

Neben Übernachtungsgästen dürfen auch Begleitpersonen, Spa- und Restaurantgäste oder Seminarteilnehmende bewerten. Ein fehlender Eintrag im Buchungssystem beweist keine Fake-Bewertung.

Bewerten darf, wer eine Erfahrung mit dem Hotel gemacht hat. Das sind nicht nur Übernachtungsgäste, sondern auch Begleitpersonen, Tagesgäste im Spa, Restaurantgäste, Seminarteilnehmende oder Hochzeitsgäste. Ein Name, der nicht im Property-Management-System steht, ist deshalb kein Beweis für eine Fake-Bewertung.

Prüfenswert wird es, wenn die Bewertung einen Aufenthalt schildert, der so nicht stattgefunden haben kann – etwa in einer Saison, in der das Hotel geschlossen war, mit einem Zimmertyp, den es nicht gibt, oder mit Leistungen, die das Haus nicht anbietet. Solche Widersprüche lassen sich dokumentieren. Mehr dazu: Google-Bewertung ohne Kundenkontakt.

Google-Bewertungen und Buchungsportale auseinanderhalten

Hotels werden auf Google, auf Buchungsplattformen und auf Bewertungsportalen bewertet. Jede Plattform hat eigene Inhaltsregeln und eigene Meldewege. Eine problematische Bewertung auf einem Buchungsportal lässt sich nicht über Google melden – und umgekehrt. Google kann in Hotelprofilen zudem Bewertungsangaben anderer Websites anzeigen; solche Inhalte stammen nicht von Google-Nutzerinnen und -Nutzern.

Für die Prüfung ist deshalb zuerst festzuhalten, wo genau die Bewertung veröffentlicht wurde. Diese Seite behandelt Rezensionen im Google-Unternehmensprofil. Die Schweizer Rechtsgrundlagen wie der Persönlichkeitsschutz gelten aber unabhängig von der Plattform.

Mängelvorwürfe: Bettwanzen, Schimmel und Sicherheit

Fiktive Beispiele: «Das Zimmer war hellhörig» ist ein Werturteil. «Im Bett waren Bettwanzen», «Schimmel im ganzen Bad» oder «Der Safe wurde vom Personal geöffnet» sind Tatsachenbehauptungen mit erheblicher Wirkung auf künftige Buchungen. Sind sie wahr, ist die Kritik berechtigt. Sind sie unwahr, kann eine Prüfung nach dem Persönlichkeitsschutz in Betracht kommen.

Belege sind etwa Reinigungsprotokolle, Berichte von Schädlingsbekämpfungsfirmen, Wartungsprotokolle und interne Rückmeldungen während des Aufenthalts. Hat der Gast den Mangel vor Ort nie gemeldet, ist das ein Hinweis – aber kein Beweis, dass er nicht bestand. Grundlagen: unwahre Tatsachenbehauptung.

Andere Gäste, Personal und private Informationen

Hotelbewertungen erwähnen manchmal andere Gäste («Die Hochzeitsgesellschaft von Familie M. war betrunken») oder Mitarbeitende mit vollem Namen. Werden Personen identifizierbar und herabsetzend beschrieben, können deren Persönlichkeitsrechte und Googles Verbot privater Informationen betroffen sein. Das Hotel selbst darf in seiner Antwort keine Gästedaten preisgeben, etwa Buchungsdaten, Zimmernummern oder Begleitpersonen. Mehr dazu: Datenschutz bei Google-Bewertungen.

Mehrere Standorte und Verwechslungen

Hotelgruppen und Häuser mit ähnlichen Namen erhalten regelmässig Bewertungen, die einen anderen Betrieb betreffen. In Feriendestinationen mit mehreren Häusern desselben Namens ist das besonders häufig. Eine Bewertung, die nicht den bewerteten Ort betrifft, kann bei Google gemeldet werden; die Meldung sollte den Irrtum konkret belegen. Schritte: Google-Bewertung melden.

Spa, Restaurant und externe Partner

Viele Hotels betreiben ein Restaurant, einen Wellnessbereich oder arbeiten mit externen Partnern wie Skischulen oder Transferdiensten zusammen. Kritik an einem integrierten Angebot ist eine Erfahrung mit dem Hotel. Betrifft sie hingegen einen unabhängigen Partner, kann eine Antwort sachlich klarstellen, wer zuständig ist. Eine Löschung ist allein deshalb meist nicht möglich.

Typische Hotelbewertungen im Überblick

Fiktive Beispiele zur Orientierung.

Fiktive Beispiele aus der Hotellerie
Typische Bewertung (fiktives Beispiel)EinordnungSinnvoller nächster Schritt
«Frühstück einfallslos, Zimmer klein für den Preis.»Werturteil, zulässigSachlich antworten
«Bettwanzen im Zimmer 214.»Schwere TatsachenbehauptungProtokolle und Fachberichte sichern; bei Unwahrheit prüfen
Aufenthalt im Januar geschildert – Hotel ist im Winter geschlossenHinweis auf fehlende ErfahrungSaisonzeiten belegen und melden
Kritik an einem gleichnamigen Hotel in anderem OrtBetrifft nicht den OrtMeldung mit Hinweis auf Verwechslung
«Rezeptionistin [voller Name] ist inkompetent und hässlich.»Persönlicher AngriffMeldung wegen Belästigung; Rechte der Mitarbeiterin prüfen

Wann eine individuelle Prüfung für Hotels sinnvoll ist

Eine Prüfung lohnt sich vor allem dann, wenn die Bewertung überprüfbare Tatsachen enthält, die nicht stimmen, wenn kein nachvollziehbarer Kontakt besteht, wenn Personen identifizierbar genannt oder sensible Angaben veröffentlicht werden oder wenn mehrere ähnliche Bewertungen in kurzer Zeit erscheinen. Für sachliche Kritik einer echten Kundin oder eines echten Kunden ist eine ruhige Antwort meist der bessere Weg.

Klare Richtlinienverstösse können Sie kostenlos selbst bei Google melden – die Schritte erklärt der Beitrag Google-Bewertung melden. Für eine fallbezogene Einschätzung bietet Bewertungsanwalt eine kostenlose Ersteinschätzung; Antragstellung, Formulierung und Löschungsverfahren führen in jedem Fall in Deutschland zugelassene Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte aus dem Netzwerk durch. Die Betreiberin XSR Agency LTD ist selbst keine Kanzlei. Google entscheidet über jede Entfernung; die Kosten einer Bewertungsentfernung fallen nur pro erfolgreich entfernter Bewertung an.

Dieser Ratgeber beantwortet die häufigsten Fragen rund um das Thema «Google Bewertung Hotel Schweiz» und gehört zu den Branchenratgebern für Schweizer Unternehmen. Bevor Sie etwas melden oder eine Anfrage stellen, hilft die folgende Kurz-Checkliste:

  • Bewertung sichern: Screenshot mit Datum, Profilname, Sternen und vollständigem Wortlaut.
  • Wortlaut aufteilen: Was ist Meinung, was ist eine überprüfbare Tatsache?
  • Interne Unterlagen prüfen, ohne daraus etwas öffentlich zu machen.
  • In einer Antwort keine Personendaten der bewertenden Person oder Dritter nennen.
  • Bei möglichen Ehrverletzungsdelikten beachten: Ein Strafantrag ist innert drei Monaten seit Kenntnis von Tat und Täter zu stellen (Art. 31 StGB).

Häufige Fragen

+Darf eine Begleitperson das Hotel bewerten?

Ja. Begleitpersonen haben eine eigene Erfahrung mit dem Hotel gemacht, auch wenn sie nicht gebucht haben.

+Kann ich Bewertungen von Buchungsportalen über Google melden?

Nein. Jede Plattform hat eigene Regeln und Meldewege. Google-Rezensionen werden bei Google gemeldet, Portal-Bewertungen beim jeweiligen Portal.

+Was gilt bei einem erfundenen Bettwanzen-Vorwurf?

Das ist eine Tatsachenbehauptung. Lässt sie sich mit Protokollen und Fachberichten widerlegen, kann eine Prüfung sinnvoll sein.

+Darf das Hotel in der Antwort die Buchungsdaten nennen?

Nein. Buchungsdaten, Zimmernummern und Begleitpersonen sind Personendaten und gehören nicht in eine öffentliche Antwort.

Aus der Praxis

Quellen

Konkrete Bewertung prüfen lassen

Kostenlose Ersteinschätzung. Google entscheidet über die Entfernung – wir sagen Ihnen vorher ehrlich, ob eine Prüfung sinnvoll ist.

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